22.02.2007 - Zeitungsbericht

KÖLNER STADT-ANZEIGER 22.2.2007

TREFFPUNKT FÜR POKERRUNDEN UND SCHACHSPIELER

Gemeindemitglieder betreiben das vormals geschlossene Pfarrheim St. Bernhard als Generationenhaus

Ein Longericher Verein rettet den Flachbau vor dem Abbruch

VON STEFFI MACHNIK

Longerich – Sie sind Sozialarbeiter, Vermieter, Vermittler im Nachbarschaftszwist, werben um Spenden, erledigen dies alles ehrenamtlich – und haben mit ihren Ideen und ihrer Energie dem fast schon zum Abbruch freigegebenen Pfarrheim St. Bernhard wieder neues Leben eingehaucht.

Städtische Sparpläne

„Ein Abriss, das kann doch nicht die Lösung sein“, sagt Margarete Hochgürtel-Kusen bestimmt. Sie ist die erste Vorsitzende des Vereins „Generationentreff Christ König und St. Bernhard“, der seit drei Monaten Träger des Pfarrheims in der Christoph-Probst-Str. ist. Die 200 Mitglieder möchten aus dem markanten Flachbau der 60er Jahre einen Generationentreff machen.
„Hier gibt es doch keinen Treffpunkt für Jugendliche, die Gruppe der Senioren wird immer größer, und Familien mit Kleinkindern möchten sich austauschen“, zählt Hochgürtel-Kusen auf. Deshalb existieren bereits eine Krabbelgruppe, ein offener Treff für Jugendliche, Kreativkurse für Senioren und regelmäßige Angebote im Cafe Generationenhaus. Um die Organisation kümmert sich der Heimausschuss, ein Gremium aus 12 Personen, der betont: „Zu einem aktiven Gemeindeleben gehört auch ein Haus, wo sich viele unterschiedliche Menschen treffen können.“ Das galt noch bis vor zwei Jahren für die Gemeinde St. Bernhard, dann setzte das langsame Sterben ein: Die seit mehr als 20 Jahren bestehende „Offene Tür“ ( OT ) fiel den Sparplänen der Stadt zum Opfer, und vor einem Jahr entfiel auch im Rahmen des Konzepts „Zukunft heute“ der Zuschuss des Bistums zum Unterhalt des Pfarrheims. Für viele Gemeindemitglieder blieb da nur noch ein Abriss als endgültige Lösung. Doch nach einem Jahr, in dem das Haus komplett geschlossen war, ist wieder Leben in den Ziegelbau zurückgekehrt, und die engagierten Vereinsmitglieder haben noch viele Pläne: Das Angebot für Jugendliche soll ausgeweitet werden – dafür entsteht im Keller ein Partyraum. Computerkurse soll es geben, Musikangebote für junge und alte Menschen. Spielrunden für Schach, Skat oder Poker sollen ihren Platz haben.
Ähnliches Engagement legt der Verein „Rochus-Musikschule“ seit Mitte 2006 an den Tag. Er nutzt das Gemeindezentrum von St. Rochus in Ossendorf zusammen mit der Kirchengemeinde, um das Haus zu erhalten. Trägervereine gibt es zudem in Weidenpesch und Dünnwald, die sich ebenfalls für den Erhalt ihrer Pfarrheime einsetzen.
„Wir brauchen natürlich noch zahlreiche Helfer“, wirbt Vereinsvorsitzende Hochgürtel-Kusen um Mithilfe in Longerich. Aber auch Spenden sind nötig, denn Kosten von jährlich Euro 20.000,00 für die Unterhaltung des Gebäudes müssen aufgebracht werden. Eine Einnahmequelle ist die Vermietung des Pfarrsaals für private Feste. „Allerdings haben wir Probleme mit der Nachbarschaft. die sich über den Lärm am späteren Abend beschwert“, sagt die engagierte Longericherin. „Aber die Vermietung ist für uns ein finanziell wichtiges Standbein.“ Vielleicht lernen die Anwohner bald selbst die Vorzüge des neuen Generationentreffs kennen – schließlich ist jeder Besucher willkommen.





25.01.07 - Zeitungsbericht

KÖLNISCHE RUNDSCHAU · Donnerstag, 25. Januar 2007


GENERATIONENTREFF ALS ZENTRUM DER GEMEINDE

Verein verwirklicht ehrgeiziges Projekt
Rundschau-Altenhilfe hilft mit 4000 Euro

LONGERICH. Viel vorgenommen hat sich der Verein „Generationentreff“ Christ König und St. Bernhard. Ihre Pläne stellten Mitglieder und ehrenamtliche Kräfte jetzt der Gemeinde vor. Die Idee, aus dem ehemaligen Pfarrheim St. Bernhard einen Generationen-Treffpunkt mit Angeboten für Jung und Alt zu machen, wurde aus der Not geboren.
Vor zwei Jahren strich die Stadt die Mittel für die Offene Tür, die in dem Gebäude untergebracht war, und im vorigen Jahr entfiel auch der Zuschuss des Bistums. „Wir mussten überlegen, was wir mit dem Gebäude anfangen. Einen Abriss, über den nachgedacht wurde, wollten wir verhindern,“ berichtete Heinz Albert Gebhardt, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. „Es sollte wieder Leben in das Pfarrheim, damit es wieder Mittelpunkt der Gemeinde wird.“ Dazu entwickelte der Verein ein Konzept mit zahlreichen Angeboten und sammelte Spenden.. Besonders erfreut zeigten sich die Gemeindemitglieder darüber, dass es von der Rundschau-Altenhilfe DIE GUTE TAT zur Unterstützung der Ehrenamtlichen Arbeit für Senioren und Jugend eine Zuwendung von Euro 4000,00 gab. „Damit ist ein Teil der jährlichen Kosten von Euro 20.000,00 schon einmal gedeckt“, bedankte sich Gebhardt für die Spende.
Der „Generationentreff“ übernahm im November als Mieter die Bewirtschaftung der Räume. Bisher ist das Haus werktags von 17 bis 19 Uhr geöffnet, dann ist auch ein Mitglied des Heimausschusses anwesend. Darüber hinaus ist das Haus bei einer Vielzahl von Angeboten geöffnet. So lockt jeden ersten Mittwoch im Monat von 9 bis 11 Uhr das Frühstück für Jung und Alt ins Cafe des Generationenhauses. Das sucht noch Helfer und hat viel Platz für Gäste. Angebote für Senioren bietet die KFD mit Gedächtnistraining oder Aquarellkurs. Ein Spielekreis wartet auf Mitstreiter. Und die offene Altenarbeit organisiert Feiern und Feste. Für die Kleinsten gibt es Krabbel- und Rackergruppen. „Ein Anfang ist gemacht“, sagte Gebhardt. Jetzt gelte es weitere Spender und Mitglieder zu werben. Infos gibt es unter: www.generationenhaus-koeln.de





17.01.07 - Zeitungsbericht

KÖLNER WOCHENSPIEGEL · 17. Januar 2007-02-23


ERSTE KURSE SIND BEREITS ERFOLGREICH ANGELAUFEN

Der Generationentreff St. Bernhard verfolgt große Ziele


Longerich –
Der Betrieb des neuen „Generationentreffs“ im Pfarrheim St. Bernhard läuft besser als erwartet. „Wir sind guter Dinge, öffentliche Mittel zu erhalten, um unsere generationenübergreifenden Angebote absichern zu können“, betonte Heinz Albert Gebhardt vom Vorstand des Fördervereins, der seit 1. November 2006 als Mieter die Bewirtschaftung des Pfarrheims übernommen hat.
Nach fast 40 Jahren war im Januar 2005 mit der OT St. Bernhard innerhalb des Pfarrgemeindeverbandes mit vier Kirchen Schluss. Aus dem früheren Verein „ Kleine Bernhardiner“, der sich zuvor um Krabbel- und Spielgruppen kümmerte, wurde per Satzungsänderung ein neuer Verein gegründet mit dem Ziel, das Haus im Sinne der Pfarrgemeinde weiter zu führen, für private Feiern sowie Gemeinde- und Vereinsveranstaltungen. Nachdem die ersten Kurse für Kinder und Erwachsene bereits erfolgreich angelaufen sind, konnte jetzt mit Hilfe einer Sachspende ein PC-Raum eingerichtet und in Eigenleistung vernetzt werden. Jugendliche haben über den Jahreswechsel eine Disko-Bar bereits weitgehend eingerichtet. Ihnen gilt ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit: „Mittelfristig haben wir einen Streetworker eingeplant“, sagt der zweite Vorstandsvorsitzende Gebhardt aus dem gemeinsam mit dem Jugendamt erstellten Konzept. Das Cafe soll jede Woche ein- bis zweimal geöffnet werden. Chorgruppen für drei Altersstufen sind angedacht. Das Ganze soll in Richtung einer „Teiloffenen Tür“ gehen. Dafür sind allerdings noch weitere Helfer nötig. Infos unter Tel. 0221/1692588. Sprechstunde ist täglich von 17 bis 19 Uhr.





21.01.2007

Das

Generationenhaus an St. Bernhard

stellt sich vor




Wiedereröffnung
Renovierung