CHORGEMEINSCHAFT ST. BERNHARD

Leitung Thomas Gebhardt
Tel. 0221-5105011, eMail (anklicken)

Vorsitzender Michael Kruse
Tel. 0221-5991289, eMail (anklicken)

Stellv. Vorsitzende Claudia Gebhardt,
Tel. 0221-5994343, eMail (anklicken)

Präses Pfr. Cornel Schmitz
Tel. 0221-5992859, eMail (anklicken)

Probentermin
Donnerstags, 19.30-21.30, Probenraum St. Bernhard  


Chorgemeinschaft St. Bernhard

1956 wurde der Grundstein für die sogenannte »Katholikentags-Siedlung« gelegt. Sie glich einem frisch bebauten Acker inmitten von Getreidefeldern. Das kirchliche Leben spielte sich damals noch in der Gemeinde Christ König ab. Erst im Jahr 1961 wurde dann mit dem Bau von St. Bernhard begonnen. Dem späteren Pastor Sporer war es nun ein Anliegen, die für Dezember geplante Einweihung der neuen Pfarrei aus den eigenen Reihen musikalisch festlich zu gestalten. Zu diesem Zweck trafen im Mai 1961 fünfzehn Damen und Herren als Kirchenchor St. Bernhard unter der Leitung von Herrn Paul Liebelt zusammen. Einstudiert wurde die »Missa Octavi toni« von Orlando di Lasso, die dann auch zur Einsegnung der neuen Kirche am 3. Dezember 1961 zur Aufführung kam. Im Sommer 1962 übernahm Hubert Baumanns, Küster und Organist in St. Bernhard, die Chorleitung. Trotz der Liturgiereform wurde am Singen lateinischer Messen und gregorianischer Choräle festgehalten. Mit der Anschaffung der Klais-Orgel erweiterte sich das Chorspektrum dann auf Messen für Chor und Orgel. Unter der Leitung von Hubert Baumanns (1962-68), Wolfgang Wermelskirchen (1968-72), Joseph Adler (1973-76), Joachim Gerbens (1977-81), Michael Engelmayer (1981-99) entwickelte sich der Chor zu einer nicht aus dem Gemeindeleben und aus der Liturgie wegzudenkenden Institution. Es hatte sich eine begeisterte Gruppe von Menschen zusammengefunden, die es sich zum Auftrag gemacht hatten, Musik als Gottes Verkündigung zu leben. Dabei erweiterte sich das musikalische Repertoire auf die verschiedensten Musikstile und Epochen.

Der Chor beschränkte sein Tun jedoch nicht auf die eigene Gemeinde, sondern suchte immer wieder den Kontakt zu Gleichgesinnten. So entstanden im Lauf der Jahrzehnte zum Teil enge Freundschaften zu Partnerchören in Lille und Rostock. Besuche und Gegenbesuche bereicherten menschliche und musikalische Beziehungen. Um zum Ausdruck zu bringen, daß aus einer Gruppe eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, mit echten Freundschaften durchsetzt, entstanden war, benannte sich der Chor 1979 in Chorgemeinschaft St. Bernhard um.

In dieser bewährten Tradition fährt der Chor, der seit 1999 von Thomas Gebhardt geleitet wird, auch im fünften Jahrzehnt seines Bestehens fort. Unter seiner Leitung wurde im November 2000 in zwei vom Publikum begeistert aufgenommenen Konzerten das Oratorium »Die Schöpfung« von Joseph Haydn gemeinsam mit Solisten, dem Kammerchor Collegium Cantorum Köln und dem »Neuen Rheinischen Kammerorchester Köln« zur Aufführung gebracht, sicherlich ein Höhepunkt in der jüngeren Chorgeschichte. Auch die Aufführungen von Benjamin Brittens Kantate »Saint Nicolas« im Dezember 2001 gemeinsam mit dem Kinderchor und dem Collegium Cantorum Köln darf man wohl ohne weiteres als etwas ganz Besonderes erwähnen. Im Mai 2004 wirkte der Chor in der »Konzertanten Nacht« beim 4. Ökumenischen Kirchenmusikfestival Köln mit. Der Live-Mitschnitt dieses Konzerts mit der Kantate »The World of the Spirit« von Benjamin Britten wurde vom Hörfunkprogramm WDR3 aufgezeichnet und gesendet.


Haydn, Die Schöpfung Generalprobe in St. Bernhard, November 2000

In schweren Zeiten für Kirchenchöre darf sich die Chorgemeinschaft St. Bernhard glücklich schätzen, daß etwa 50 hochmotivierte Sängerinnen und Sänger dazugehören. Zu Beginn des neuen Jahrtausends ist es wichtig, Ziele und Aufgabenfelder eines Kirchenchores neu zu definieren, damit auch in kommenden Jahren Nachwuchs nicht ausbleibt und die Kirchenmusik insgesamt nicht ärmer wird. Die Chorgemeinschaft sieht sich als Einrichtung, die ihren Mitgliedern Spaß und Freude am Singen, aber auch Rückhalt und Geborgenheit in der Gemeinschaft vermittelt. Sie will transparent und offen für jedermann sein. Natürlich bleibt auch weiterhin vorrangiges Feld die Liturgiegestaltung sowie die musikalische Glaubensverkündigung. Darüber hinaus ist sie sich aber bewußt, daß Musik als Sprache zur Verständigung zwischen Menschen und als Anknüpfungspunkt an Kirche dient. Das will sie leben, und alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dabei mitzutun.

Zur Unterstützung des Chores und der Chormusik an St. Bernhard hat sich ein Förderverein gegründet, in dem auch Sie als Mitglied herzlich willkommen sind. Spenden an den als gemeinnützig eingetragenen Förderverein können steuerlich geltend gemacht werden.