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Lew Ayres, der in der Remarque- Verfilmung "Im Westen nichts Neues" den Paul Bäumer spielte, ist tot
In seiner bedeutendsten Rolle spielte Ayres den jungen deutschen Soldaten Paul Bäumer, der im Ersten Weltkrieg harte Ausbildung und Kampfhandlungen übersteht, aber am Ende des Films erschossen wird, als er in einem stillen Moment sehnsüchtig nach einem Schmetterling am Rand des Schützengrabens greifen will. "Im Westen nichts Neues" ist die längst zum Klassiker gewordene Verfilmung von Erich Maria Remarques gleichnamigem, 1929 erschienenen Roman. 1930 wurde der Film von Lewis Milestone als "Best Picture" ausgezeichnet. In Deutschland setzten die Nazis noch zu Zeiten der Weimarer Republik mit der mit bürgerlichem Namen Lewis Ayer hieß, Angebote fast nur noch für zweitklassige Filme. Populär wurde er allerdings als Titelheld in der MGM-Serie "Dr. Kildare". Im Zweiten Weltkrieg bestand Ayres auf einer streng pazifistischen Haltung und weigerte sich, als Soldat zu kämpfen. Damit setzte er seine Filmkarriere aufs Spiel. Erst mit dem Film "Johnny Belinda" (1948), in dem er ebenfalls einen Arzt spielte, hatte er wieder einigen Erfolg. Mitte der 50er Jahre zog er sich weitgehend vom Film zurück. Während der 60er und 70er Jahre war er dann aber wieder mehrfach zu sehen, so in "Advise and Consent" (1962), "TheCarpetbaggers" (1964)",Kampf um den Planet der Affen" (1973) und "Kampfstem Galactica" (1978). Bis in die 90er Jahre wirkte Lew Ayres als Charakterdarsteller in Femsehfilmen mit. Mit seiner dritten Frau Diana war er 31 Jahre lang verheiratet. Seine früheren Eherauen waren die Schauspielerinnen Lola Lane und Ginger Rogers, die als tanzende und singende Partnerin von Fred Astaire in Musical-Filmen selbst Karriere machte. (dpa/ap/EB) |
