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Beiträge:

Zu den Gesprächs-anregungen

Zur Veröffentlichungs-problematik der Kriegsgeschichte

Zum Song Elton Johns

Zur Schülerbefragung

Über alptraumhafte Leseeindrücke

Zu Fragen ans Internet

Zu Fragen ans Internet

Zur Befragung der Oberstufe

Jessica Bitomsky (18)

Auf die Frage: "Hast Du schon einmal etwas von Erich Maria Remarque gehört? - Wenn ja, wo und mit welcher Tendenz ist er dir vermittelt worden?" wußte die Mehrheit der Befragten keine Antwort, da sie von diesem Autor vor dem Literaturunterricht noch nie gehört hatte.

Einige der Befragten allerdings kennen diesen Autor und gaben folgende Antworten:

    Ja - er wurde im Geschichtsunterricht behandelt. Er ist der Autor des Buches "Im Westen nichts Neues", dieses handelt von Erlebnissen im ersten Weltkrieg, es ist ein Anti-Kriegs-Roman.

    Ja - ich habe seinen Roman in der achten oder neunten Klasse gelesen und darüber eine Arbeit geschrieben; es ist ein interessanter Roman.

    Ja - wir haben im Geschichtsunterricht über ihn gesprochen. Der Roman "Im Westen nichts Neues" ist ein moderner Roman im Gegensatz zum traditionellen Kriegsroman. Er ist nicht kriegsverherrlichend, sondern er räumt mit der Glorifizierung des ersten Weltkrieges auf.

    Ja - der Autor beschäftigt sich mit Kriegsliteratur.

    Ja - in der Schule. Erich Maria Remarque wurde uns als Widerstandskämpfer vermittelt.

    Ja - ich hörte schon etwas von Erich Maria Remaque. Er ist der Autor des Anti-Krieg-Romans "Im Westen nichts Neues". Dieser Roman sorgte für großes Aufsehen. Die Nationalsozialisten sahen seinen Roman als Verspottung der Frontsoldaten im ersten Weltkrieg an. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung jedoch kaufte den Roman, um ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen. Der Film zum Buch sorgte ebenfalls für Aufsehen. Mir wurde vermittelt, dass Erich Maria Remarque selbst Frontsoldat im ersten Weltkrieg war und die Bevölkerung auf die Grausamkeiten des Krieges aufmerksam machen wollte. Mit seinem Roman wollte er Kritik am militanten Geist der Gesellschaft und der Zeitgeschichte üben.

Schlussfolgerung:

Es zeigt sich aus der Befragung der Oberstufe, dass der Autor Erich Maria Remarque den meisten unbekannt ist und aufgrund seiner Persönlichkeit und seines für uns wichtigen Werkes im Schulunterricht viel öfter einbezogen werden sollte.


Zur Befragung des Literaturkurses 12

Mark Evans (18)

Auf die Frage: Gehört der skandalöse "Kampf gegen Remarque" ab 1929 zu den Ereignissen, die nicht vergessen werden dürfen, antworteten die Oberstufenschüler des Literaturkurses wie folgt:

Historische Gründe:

    Die Vorgänge dürfen nicht vergessen werden, da sie Teil der Weltgeschichte sind.

    Sie dürfen nicht vergessen werden, weil sie ein wichtiger Teil unserer Geschichte sind und wir aus der Geschichte lernen müssen. Wir sollten sogar öfter darüber reden.

Literatur-soziologische Gründe:

1. Die skandalösen Vorgänge gehören zur Geschichte des Buches, sind also auch ein Teil des Buches und dürfen deshalb nicht vergessen werden.

2. Man muss sie kennen, um die Bedeutung des Buches und die Resonanz auf die Verfilmung in der damaligen Zeit besser verstehen zu können. Wissen über Ausschreitungen von damals hilft, die Bedeutung des Buches besser verstehen zu lernen.

Politische Gründe:

1. Der vom Remarque-Buch ausgehende Widerstand gegen rechtsradikale Gesinnung hat für alle bestehenden sowie nachfolgenden Generationen Vorbildcharakter und darf deshalb nicht vergessen werden.

2. Es darf die Wirkung des Buchs und des Films nicht vergessen werden, weil schon sehr früh (ab 1929) deutlich wird, dass es Deutsche gab, die Widerstand gegen die Nationalisten und die Nationalsozialisten leisteten und die Machtübernahme von rechts verhindern wollten.

3. Die skandalösen Vorgänge dürfen nicht vergessen werden, da sie schon zu so früher Zeit (1930) die Schwäche der Weimarer Regierung zeigten, die sich auch in diesen Strassenkrawallen widerspiegelte, da die Rechte fast jedes Ereignis zum politischen Kampf benutzte, um die Weimarer Republik zu schwächen.

4. Sie gehören zu den Ereignissen, die den Nationalismus und den Nationalsozialismus den Weg an die Macht ebneten -> sie sind Spiegelbild des politischen Bewußtseins der Gesamtbevölkerung <- diese Gefahr hatte Remarque schon sehr früh erkannt und in seinen Werken angeprangert.


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