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*29.10.1897 Rheydt, 01.05. 1945 Berlin (Selbstmord)
Goebbels
war einer der gefürchtetsten, aber auch begabtesten Propagandisten
des NS-Regimes. Zunächst dem linken Flügel der Partei
zugewandt, erkannte er bald in Hitler den kommenden Mann. Für
seinen Umschwung mit der Leitung des Gaus Berlin belohnt, sammelte
er hier nicht zuletzt wegen seines Redetalents eine große
NSDAP-Anhängerschaft.
Goebbels, der seine Hauptaufgabe nunmehr darin sah, Hitler als den Retter
Deutschlands aufzubauen, benutzte in seinen Reden alles, was dazu
taugte, bei den Zuhörern den "Führermythos"
entstehen zu lassen, der Hitler als alleiniges Allheilminel gegen
die "Wunden der Vergangenheit" (Versailler Vertrag),
gegen das Judentum und gegen die Marxisten darstellte.
Später organisierte er die Gleichschaltung der Massenmedien
und des kulturellen Lebens; auch hier benutzte er sein Talent,
andere durch seine Redegewandtheit zu überzeugen, gleichzeitig
aber auch Bestechung und Terror.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schürte Goebbels durch die totale
Kontrolle der Medien die Ängste in der Bevölkerung vor
den "asiatischen Horden". Mit Hilfe dieser Manipulationen
gelang es ihm immer wieder, den Widerstandswillen neu zu beleben,
obwohl er selbst schon längst nicht mehr an einen Sieg glaubte.
Schließlich ignorierte er Hitlers Testament und beging wenige
Stunden nach Hitlers Tod im Hof der Reichskanzlei Selbstmord.
Dabei ließ Goebbels seine sechs Kinder von einem Arzt vergiften
und erschoß sich selbst. Seine Frau Magda Goebbels vergiftete
sich mit Zyankali.
Zeitgeschichte. 1990-1933. Das 20.Jahrhundert.
Eine interaktive Reise durch die Zeit. Digitalpublishing. CD-ROM, 1995.
Fotonachweis:
Reuth, Ralf Georg: Goebbels. München/Zürich: Piper, 1990. Foto vor S.385.
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