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1897 |
29. Oktober |
geboren in Reydt (Nordrhein-Westfalen) als Sohn des streng katholisch gläubigen Friedrich Goebbels, Buchhalter bei der Dochtfabrik W.H.Lennartz bei Reydt, und der in Holland aufgewachsenen Katharina Maria. Zwei ältere Brüder. Als Kind Kinderlähmung. |
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1901 |
Mißglückte Beinoperation. |
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1906 |
Gymnasium in Reydt. "Büchernarr". Beginn der Freundschaft mit Fritz Prang. Spitzname: "Ulex" nach Ulysses, dem Listenreichen. (Goebbels benutzt den Namen später bei journalistischen Arbeiten als Pseudonym). |
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1914 |
Als Kriegsfreiwilliger abgelehnt. Ein Bruder an der Westfront. Einer später in französischer Kriegsgefangenschaft. |
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1917 |
Ostern |
Abitur unter Befreiung von der mdl. Prüfung. Hält als Verfasser des besten Deutschaufsatzes die Abschlußrede seines Jahrgangs. |
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1917 |
20. April |
Studium der Philologie mit dem Hauptfach Deutsch und den Nebenfächern Latein und Geschichte an der Universität Bonn. |
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1917 |
24. Juni |
Festrede zum Thema: "Wilhelm Raabe und wir" als Mitglied der katholischen Studentenverbindung Unitas Sigfridia. |
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1917 |
September |
2 Anträge auf Studienbeihilfe für das Wintersemester beim katholischen Albertus-Magnus-Verein.
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1917 |
Wintersemester |
in Bonn. Belegung von Kunstwissenschaft und neuerer Literatur. |
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1918 |
Sommersemester |
Studium an der Universität Freiburg. 2 Novellen: »Ein fahrender Schüler« und »Die die Sonne lieben« von der "Kölnischen Zeitung" abgelehnt. |
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1918 |
Wintersemester |
Studium an der Universität Würzburg. Liebesbeziehung zu Anka Stalherm. Buchgeschenk mit überschwenglicher Widmung Goebbels: Heinrich Heine: »Buch der Lieder«. |
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1919 |
Sommersemester |
Studium in Freiburg. |
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1919 |
Wintersemester |
(nicht immatrikuliert). Gasthörer in München.
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1920 |
Fortsetzung und Beendigung des Geschichts- und Germanistikstudiums an der Universität Heidelberg bei Prof. Hermann Oncken und Prof. Friedrich Gundolf, Goethe-Kenner und leitendes Mitglied des "Stefan-George-Kreises". Wird mit Doktorarbeit an den Prof. Max Waldmann verwiesen. Selbstmordgedanken wegen Liebesproblemen. |
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1920 |
Wintersemester |
Prof. Max Waldmann verlangt 3 Semester für Doktorarbeit. Reydt. Anfertigen der Doktorarbeit.
(Adolf Hitler gründet die Nationalsozialistische Arbeiterpartei) |
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1921 |
Heidelberg. Abgabe der Doktorarbeit beim Dekan. Thema: |
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1921 |
18. November |
Rigorosum bei Prof. Paum, Prof. Waldberg (Germanistik), Prof. Oncken (Geschichte) und Prof. Neumann. Schriftstellerische Versuche. Fertigstellung seines ersten religions-schwärmerischen und national-leidenschaftlichen Romans "Michael" mit antisemitischer Tendenz. Verlage lehnen eine Veröffentlichung des Romans ab. |
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1922 |
Ende der Liebesbeziehung zu Anka Stalherm und Bekanntschaft mit Else Janke, spätere Verlobte, Tochter einer Jüdin. Eintritt in die NSDAP. (?, Heinrich Fraenkel geht davon aus, daß nicht Goebbels, sondern sein Freund Fritz Prang Mitglied der NSDAP geworden sei, dessen Mitgliedsnummer er sich zur Legendenbildung einer frühen Mitgliedschaft übergeben läßt). Dramen: »Heinrich Kämpfert«, »Judas Isckariot« (Teile), 6 Aufsätze bei der westdeutschen Landeszeitung als Kunstkritiker. |
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1923 |
Januar-August |
Bankangestellter in der Kölner Filiale der Dresdener Bank. Kurze Zeit an der Kölner Börse. Widerwillen gegen Bank und Tätigkeit. Schreibt Gedichte. Setzt sich mit der Judenfrage (in Kunst und Kapital) auseinander. Spricht in seinen Erinnerungsblättern von "Gundolf. Geistige Klärung. Bayern. Hitler." Fühlt sich als "deutscher Kommunist". Krankmeldung und Selbstmordgedanken wegen Banktätigkeit in Köln. |
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1923 |
September/ Oktober |
Von der Bank entlassen.
(8.November. Scheitern des Putschversuchs Hitlers) |
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1924 |
27. Juni |
Lektüre "Prozesse" von Maximilian Harden. Unflätige Pöbeleien gegen Harden und Juden allgemein: "Was ist dieser verdammte Jude für ein heuchlerischer Schweinehund. Lumpen, Schufte, Verräter. Die saugen uns das Blut aus den Adern. Vampire!" (vgl. S.30). |
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1924 |
30. Juni |
Teilnahme an einer völkischen Veranstaltung in Elberfeld. Erste intensive Auseinandersetzung mit Gedanken der völkischen Freiheitspartei und nationalsozialistischen Arbeiterpartei. "Meine Herren Völkischen, Sie müssen etwas regsamer, etwas geistig elastischer sein, um diese Art von Schriftstellern kaput zu machen ... Harden ist ein Mann, der aufs Ganze geht, mit Schärfe, Lauge, Witz und Satire. Die typisch jüdische Kampfesweise. Ob man die Juden anders schlagen kann als mit ihren eigenen Waffen? Ich sehe mit großer Besorgnis in die völkische Zukunft. Der Gedanke des völkischen Großdeutschlands ist gut. Aber es fehlen die tüchtigen, fleißigen, klugen und edlen Führer." |
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1924 |
2. Juli |
Schreibt im Tagebuch weitere grobe Entgleisungen und Bepöbelungen gegen Maximilian Harden im Redestil. Meint, am Beispiel Hardens die Rassefrage studieren zu können. |
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1924 |
4. Juli |
Sieht im "Judentum" und "Ultramontanismus" Deutschlands "schlimmsten Feind". Vergebliches Bemühen um eine Anstellung als Journalist beim Berliner Tageblatt, Chefredakteur Theodor Wolff, und als Dramaturg bei verschiedenen Berliner Theaterbühnen. |
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1924 |
September |
Umzug nach Elberfeld. Sekretär beim Reichstagsabgeordneten der Völkischen Freiheitspartei, Friedrich Wiegershaus, "Gauführer Rheinland Nord", Herausgeber der "Völkischen Freiheit", Förderer der "nationalen Bestrebungen" in der zeitgenössischen Literatur. Redakteur bei der Samstagszeitung "Völkische Freiheit", dem "rheinisch-westfälischen Kampfblatt für ein völkisch-soziales Großdeutschland". |
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1924 |
13. September |
Aufsatz über "National und sozial". Erste Folge der Serie "Politisches Tagebuch". |
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1924 |
4. Oktober |
Schriftleiter. Erste "Offene Briefe", "Unterm Strich", Folge: "Streiflichter". Erste Hetzartikel gegen "Die Weltbühne", die er "Sudel-Bühne" nennt. Erste antisemitische Personenbeleidigungen gegen bekannte jüdische Journalisten, die er mit "Judenjüngelchen" und "Mosesbengel" betitelt. Schmähschriften gegen den Pazifisten Hellmuth von Gerlach. |
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1924 |
1. November |
Umfangreicher Artikel in der "Völkischen Freiheit" zum Thema: »Das Fiasko der modernen Literatur«. Übernimmt darin u.a. Ansichten und Formulierungen über die Romantiker aus der Doktorarbeit und wendet sie auf die Nachkriegsliteratur (nach 1918) an (!). Beschimpft die "Caféhausliteratur" der Juden und macht sie für das "Fiasko der modernen Literatur" verantwortlich: "Die jüdische Mache tritt in Aktion. Für staats- und gesellschaftsfremde Kaffeehausliteratur blüht der Weizen. Die Bohème hat das Wort. Für sie ist der Geist der Nachkriegszeit mit seinen Zuckungen qualvoller Angst nach jahrelangem blutigem Kampf nur ein willkommenes Refugium, in dem sie die Konjunktur ausnutzen, ihr Geistesbolschewistentum zu Ende toben kann. Die Zeit ist so arm an wirklichen Männern, an klaren Köpfen. Es bedarf nur der großen Geste des Mitleids, einer ekstatischen Waschlappigkeit sozialer Schlagwortphilosophie, und der Dichter, der Volkserlöser ist fertig. Die ernsten Talente, die um den Geist der neuen Zeit in nimmermüdem Kampfe ringen, werden totgeschwiegen oder totgeschrien. Die Drahtzieher des modernen Erlösungsrummels wollen ja gar nicht, daß dem armen, gequälten Volke der rechte Weg gezeigt wird. Die Mitläufer geben den Ton an; sie prägen den deutschen Geist nach 1918. Ihr künstlerischer Unrat ist die Kost des deutschen Volkes." Aufsatz enthält Sprachelemente, die Goebbels' 1933 in seiner Feuerrede bei der Bücherverbrennung in Berlin benutzt: "Wer mitten in der Jugend steht, weiß, daß unter Schutt und Asche stille Flammen glühen. Weckt diese stillen Flammen, ihr Alten und ihr Jungen, zum lodernd hellen Feuer deutscher Inbrunst und deutscher Schöpfertätigkeit! Laßt die letzten Funken des deutschen Genius nicht ersticken in der Qual und Not der Zeit! Seid Rufer im Streit! Begeistert die Schöpfer unter euch zu einer neuen Tat um den deutschen Geist." Lernt Karl Kaufmann, den NSDAP-Gauleiter des Rhein-Ruhr-Distrikts, kennen. Mitarbeiter in dessen Gaubüro.
(Februar-Dezember Hitler in der Festung Landsberg) |
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1925 |
17. Januar |
Letzte Ausgabe der "Völkischen Freiheit" wegen Neugründung der NSDAP. Arbeitet im Gaubüro in Elberfeld. Erste Reden. |
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1925 |
Oktober |
Mitarbeit an den von den Brüdern Strasser gegründeten Nationalsozialistischen Briefen. Elberfeld. Ende des Jahres erste Begegnung mit Adolf Hitler.
(Veröffentlichung des ersten Teils von »Mein Kampf« von Hitler) |
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1926 |
24. Januar |
Hannover. Besuch beim Gauleiter Rust. Auf Einladung Gregor Strassers Teilnahme an der Tagung der NSDAP. |
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1926 |
14. Februar |
Bamberg. Besuch auf Einladung Adolf Hitlers die Tagung der NSDAP. Beginnender Bruch mit den Brüdern Strasser. Hinwendung zur Münchener Hauptgruppe. |
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1926 |
April |
Reden für die NSDAP in München und Berlin. |
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1926 |
Juni |
Hitler schlägt ihm vor, als Gauleiter nach Berlin zu gehen. Rede beim Parteitag in Weimar. |
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1926 |
Juli |
Mit Hitler in Berchtesgaden. |
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1926 |
November |
Ernennung zum Gauleiter von Berlin. |
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1926 |
7. November |
Umzug nach Berlin. |
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1926 |
9. November |
Neuaufbau der seit 1925 bestehenden Parteiorganisation (ca. 600 Mitglieder). |
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1927 |
11. Februar |
Anmietung der "Pharussäle" im Arbeiterviertel Berlin-Wedding. Saalschlacht zwischen Nazis und Kommunisten. Erste Schlagzeilen in der bürgerlichen Presse. |
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1927 |
20. März |
(ca. 1000 Mitglieder). Prügeleien zwischen 700 Nationalsozialisten und 23 Kommunisten auf dem Bahnhof Lichterfelde-Ost. 15 schwerverletzte Kommunisten. Erste "Glasnacht" am Kurfürstendamm, "Romanisches Café". Belästigung "jüdischer Straßenpassanten". "Berliner Tageblatt" spricht von einem "Pogrom". |
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1927 |
1. April |
Aufruf zu Straßenkrawallen in einem Aufsatz in den |
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1927 |
23. April |
Versteckte Anspielung Gregor Strassers im Parteiblatt der Brüder Strassers »Berliner Arbeiterzeitung« auf Goebbels "Hinkfuß". Schreibt an Hitler Empörungsbrief. |
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1927 |
1. Mai |
Rede Adolf Hitlers (wegen preußisches Redeverbot gegen Hitler "geschlossene" Versammlung). |
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1927 |
4. Mai |
Versammlung im "Kriegervereinshaus". Beschimpfung der bürgerlichen Zeitungen als "Judenjournaille" und "Rotationssynagogen". Blutiger Zwischenfall. Ein Pfarrer von der SA zusammengeschlagen. |
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1927 |
5. Mai |
Redeverbot. Verbot der NSDAP (ca. 3000) im Gebiet von Groß-Berlin. |
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1927 |
13. Mai |
»B.Z. am Mittag« fordert das Eingreifen der Behörde gegen randalierende SA in Zivil am Kurfürstendamm gegen Straßenpassanten. |
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1927 |
4. Juli |
Erste Ausgabe der von Goebbels gegründeten Berliner Wochenzeitung (Montagsblatt) »Der Angriff. Für die Unterdrückten - Gegen die Ausbeuter!« (Nach außen hin Gründung wegen Parteiverbot, nach innen hin interne Auseinandersetzung um das seit 1926 bestehende offizielle Parteiblatt »Berliner Arbeiterzeitung« der Gebrüder Strasser). Aufrufe zum "antisemitischen Kampf" (Goebbels). Beginn der Verleumdungskampagne gegen den stellvertretenden jüdischen Polizeipräsidenten von Berlin, Bernhard Weiss, der von Goebbels "Isidor" geschimpft wird. |
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1927 |
28. November |
Aufhebung des Redeverbots |
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1928 |
31. März |
Aufhebung des Parteiverbots für Berlin. |
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1928 |
13. April |
Neugründung der NSDAP für Berlin. |
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1928 |
20. Mai |
Reichstagsmandat (von 12) nach Wahlen. Schutz der parlamentarischen Immunität. Acht schwebende Verfahren wegen Beleidigung (4 wegen "Isidor"-Fall) und Hochverrat. |
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1928 |
30. September |
Erste Massenveranstaltung im Berliner Sportpalast. ca. 15.000 Anwesende. |
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1928 |
17. November |
Wahl zum Berliner Stadtverordneten. |
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1928 |
November |
Von Hitler zum Leiter der Parteipropaganda ernannt. Hetzschrift: »Das Buch Isidor. Ein Zeitbild voll Lachen und Haß«.
(Erich Maria Remarques Kriegsroman: »Im Westen nichts Neues« erscheint als Fortsetzungsroman in der "Vossischen Zeitung") |
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1929 |
21. Juli |
Beginnt Remarques Kriegsroman »Im Westen nichts Neues« zu lesen. Erster Kommentar: "Ein gemeines, zersetzendes Buch. Die Kriegserinnerungen eines Eingezogenen. Weiter nichts. Nach 2 Jahren spricht von diesem Buch kein Mensch mehr. Aber es hat seine Wirkung getan in Millionen Herzen. Das Buch ist gemacht. Deshalb so gefährlich." |
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1929 |
23.Juli |
Beendet die Lektüre »Im Westen nichts Neues« von Remarque. Abschließender Kommentar: "Eine elende Tendenzmache. Das merkt man vor allem im zweiten Teil. Von uns fällt keiner mehr auf dieses Buch herein." |
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1929 |
1. Oktober |
»Der Angriff« erscheint halb-wöchentlich. Erstveröffentlichung des Romans »Michael« im Partei-Verlag von Eher. |
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1930 |
11. Juni |
Uniformverbot für die NSDAP. |
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1930 |
30. Juni |
Auftrag durch Adolf Hitler, eine "rücksichtslose Säuberung" der Partei von "wurzellosen Literaten oder chaotischen Salonbolschewisten" durchzuführen. |
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1930 |
4. Juli |
Otto Strasser tritt aus der NSDAP aus. |
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1930 |
August/ September |
Walter Stennes, Gauleiter des Charlottenburger SA-Sturm 31 revoltiert gegen das Gaubüro Goebbels. |
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1930 |
14. September |
Nach Reichtagswahlen einer von 12 Reichstagsabgeordneten. |
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1930 |
13. Oktober |
Tag der Parlamentseröffnung. Mit SA in Zivil "Glasnacht" gegen jüdische Geschäfte im Westen Berlins. |
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1930 |
1. November |
»Der Angriff« erscheint zum ersten Mal als Tageszeitung. |
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1930 |
5. Dezember |
Störung von Kinovorführungen mit anschließenden Straßenkrawallen gegen Remarque-Film »Im Westen nichts Neues«. |
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1930 |
11. Dezember |
Vorführverbot des Remarque-Films mit der Begründung: Schädigung des deutschen Ansehens. Beginnt das Buch: |
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1931 |
Februar |
NSDAP-Fraktion verläßt demonstrativ den Reichstag. Verlust der Immunität und Verhaftung. |
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1931 |
20. Februar |
Befehl Hitlers an die SA, sich nicht mehr an Straßenkrawallen zu beteiligen. |
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1931 |
13. März |
Zensur-Schnitt des Remarque-Film durch die UFA. Private Vorführung der Neufassung vor dem Kronprinzen. |
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1931 |
31. März |
Absetzungsverfügung an Stennes durch Hitler, da Stennes mit seiner SA die Gauleitung (Goebbels war zu der Zeit in Weimar) an sich gerissen hat. Offener Abfall Stennes' vom Hitler-Kurs. Goebbels bleibt solange in München. |
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1931 |
7. April |
Zurück nach Berlin. |
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1931 |
12. Dezember |
Heirat mit Magda Quandt, geschiedene Frau des Industriellen Günther Quandt. |
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1932 |
Februar |
Zeitweilig wegen Beleidigung des Reichspräsidenten aus dem Reichstag ausgeschlossen. |
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1932 |
April |
Wahlkampfleiter bei Reichs- und Landtagswahlen. Anklage wegen Landesverrat. Abgesichert durch Immunität als Mandatsträger im Preußischen Landtag. |
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1932 |
Juli |
NSDAP gewinnt bei Reichstagswahlen 230 Sitze. |
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1932 |
November |
NSDAP verliert bei Neuwahlen zum Reichstag 34 Sitze. |
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1933 |
30. Januar |
Reichspräsident Hindenburg ernennt Adolf Hitler zum Reichskanzler. |
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1933 |
Februar |
Unterdrückung und Auflösung von 60 kommunistischen und 71 sozialdemokratischen Zeitungen. |
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1933 |
27. Februar |
Reichstagsbrand. Verfolgung von Kommunisten und politischen Gegnern. |
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1933 |
14. März |
Ernennung zum Minister für Propaganda und Volksaufklärung. Übernahme des Rundfunks. |
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1933 |
1. April |
Organisation des Boykotts jüdischer Geschäfte. |
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1933 |
April |
Gleichschaltung aller Zeitungen. |
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1933 |
1. Mai |
Auf Initiative Goebbels zum Festtag der Partei erklärt. |
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1933 |
2. Mai |
Besetzung der Gewerkschaftshäuser. Auflösung der Gewerkschaften. |
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1933 |
10. Mai |
Mitternächtliche Feuerrede in Berlin bei öffentlicher Bücherverbrennung. |
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1933 |
22. September |
Gründung der Reichskulturkammer zur Kontrolle aller Künstler und Schriftsteller. |
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1933 |
4. Oktober |
Schriftleitergesetz. Journalisten als Staatsbeamte. |
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1934 |
Februar |
Reichsfilmgesetz. Goebbels führt Filmzensur ein. |
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1934 |
April |
Hess ernennt Prüfungsausschuß für den Schutz nationalsozialistischer Literatur. |
