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Zur Veröffentlichungs-problematik der Kriegsgeschichte Über alptraumhafte Leseeindrücke
Zum Song Elton Johns
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Sascha Spier (18), Lukas Wachten (18) Elton John´s Song "All quiet on the Western front". Zum Originaltext "All quiet on the western front" hier klicken! Übersetzung ins Deutsche und Interpretation
Alles ruhig an der Westfront Gesang: Elton John, Text: Bernie Turpin (1982)
Interpretation.
In diesem Song beschreibt Turpin die Situation an der Westfront gegen Ende des 1. Weltkriegs. Einige sich im Text befindliche Indizien sprechen dafür, dass er das Ende des 1. Weltkriegs meint. Schon die Überschrift, die in der ersten Zeile der ersten Strophe noch einmal wiederholt wird, sagt aus, dass an der Westfront alles ruhig ist. Dies lässt darauf schließen, dass an der Westfront nicht mehr gekämpft wird (vgl. auch Zeilen 5 und 6). Der Krieg neigt sich also dem Ende zu. Die Beteiligten des Kriegs fühlen sich müde vom Kampf und den damit verbundenen Kummer (vgl. Zeile 11 und 12). Viele Krieger wurden getötet und beobachten nun das Schlachtfeld vom Himmel aus, wie es einsam und ruhig daliegt (vgl. Zeilen 22 und 23). Der Hauptaspekt befindet sich jeweils am Ende der drei Strophen, in dem der Satz (Refrain): "Alles ruhig, alles ruhig, alles ruhig an der Westfront" wiederholt wird. Turpin beschreibt den Krieg sehr negativ, indem er über die Auswirkungen redet, über Verwandte, denen nichts bleibt als ein weißes anonymes Kreuz auf einem Soldatenfriedhof. Er stellt auch besonders den Fall der Jugendlichen dar, die in die Fremde geschickt und vom Krieg hereingelegt worden sind (vgl. Zeilen 2 bis 4). Hierbei kann man sehr gut die Anspielung auf Remarque erkennen, der in seinem Buch "Im Westen nichts Neues" auch den Schwerpunkt auf die Jugendlichen richtet, die vom Krieg hereingelegt wurden. Sie wurden insofern vom Krieg hereingelegt, als dass sie um ihre Jugend, in der normalerweise Unbekümmertheit vorherrscht, betrogen wurden, indem sie schon in jungen Jahren mit der bedrückenden Situation des Krieges konfrontiert wurden. Die Eindrücke, die sie dort gewonnen haben, haben Einfluß auf ihr ganzes weiteres Leben und damit auf das Leben einer ganzen Generation. Deshalb schreibt Turpin auch, dass die Wurzeln bzw. die Säulen Europas sich unter Gewalt biegen (vgl. Zeilen 7 und 8). Die Säulen einer Gesellschaft sind die Jugendlichen, auf denen alles aufgebaut wird. Wenn diese nun von Gewalt geprägt sind, birgt das die Gefahr in sich, daß diese Säulen dieser Belastung nicht standhalten. Von der ganzen Gewalt und dem Kummer wird man müde und abgestumpft. Keiner kümmert sich um den anderen (vgl. Zeilen 12), es sei denn, Verwandte besuchen die toten Angehörigen, von denen ihnen nichts geblieben ist als ein weißes Kreuz (vgl. Zeilen 13 und l4). Nach der Schilderung um all dieses Leid kann es sich bei Turpin's anschließender Frage nur um Ironie und Gesellschaftskritik handeln. Kritik an denen, die es verantworteten, dass diese Jugendlichen die Waffen und damit die Verantwortung in ihre Hände gelegt bekamen (vgl. Zeilen 17 und 18). Es handelt sich also um eine rhetorische Frage, die mit einem klaren "Nein" zu beantworten ist. In Turpin's Augen war es im Gegenteil unverantwortlich, eine ganze Generation durch so etwas zu schädigen. In der dritten Strophe wird erneut verdeutlicht, dass unzählige Männer im Krieg das Leben ließen. Deutschland scheint als ganzes Land so verwundet, dass es stirbt. Frankreich dagegen ist nur angeschlagen. Dafür steht das Fieber, das zuvor eine vorübergehende Schwächung, im Normalfall aber nicht den Tod zur Folge hat. Anschließend stellt Turpin noch einmal heraus, dass es natürlich auch einen Sieger gibt. Für ihn gibt es nicht nur das Elend wie bei den Verlierern, sondern auch "ein glückliches Geräusch" (vgl. Zeile 28). Trotz der Zerstörung besteht dort noch Hoffnung. Zusammenfassend kann man sagen, dass Turpin mit diesem Lied Kritik an der damaligen Gesellschaft üben will, die ihren Unterbau im Krieg zerstörte. Gleichzeitig will er alle folgenden Generationen davor warnen, gleiches zu tun. Er ermahnt sie dazu, dieses Leid zu vermeiden.
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