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Vom [Phasen]-Bild zur Bildfolge.
Die Erweiterung des fotografischen Bildes durch die Bewegung im Film führt dazu, daß die in der Fotografie noch deutlich ablesbare Ordnung der Dinge selbst in Bewegung gerät, ständigen Veränderungen unterworfen ist. Die Sukzession der Bilder führt von der Darstellung von bewegten Dingen und Abläufen zum Erzählen als einer organisierten Abfolge von Handlungen.
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Neben dem Darstellen von realen Vorgängen (Passanten auf der Straße, ankommende Eisenbahnzüge), deren Reiz im Wiedererkennen des Bekannten bestand, tritt das Zeigen von Ereignissen mit großem Schauwert (Kaiserparaden, Schiffstaufen). "Natur im Rohzustand wiederzugeben, wie sie unabhängig von uns existiert", nennt es Kracauer (1973, S. 45). Die Zeit ist hier als Ablauf einer Bewegung fixiert. Dieser Ablauf ist zunächst ein Modus des Darstellens, des Zeigens - noch nicht des Erzählens. Was fehlt, ist das erzählte Ereignis, die Handlung, die aus einer Abfolge von Vorgängen eine »Geschichte« entstehen läßt (vgl. Lämmert 1955, S. 20).
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Entscheidend ist die kausale Verknüpfung der gezeigten Handlungen.
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Der Film ist auf die Mitwirkung des Zuschauers angewiesen: Er muß die Handlungsabfolge in ihrer Bedeutung entschlüsseln und muß sie mit dem, was er von der Geschichte weiß, im Kopf neu zusammensetzen. Die Handlung verweist auf etwas, was ihr zugrundeliegt: auf die Geschichte, die erzählt wird, die aber im Film selbst nicht vollständig vorhanden ist.
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HICKETHIER, Knut. Film- und Fernsehanalyse. 2., überarb. Aufl.. Stuttgart;Weimar: 1996 (Sammlung Metzler; Bd. 277: Realien zur Literatur). S.46-84.
siehe auch:
Hickethier Knut: Film- und Fernsehanalyse. Online-Forum Medienpädagogik. Landesinstitut für Erziehung und Unterricht Stuttgart. http://lbs.bw.schule.de/onmerz (oder hier)
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