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Zeit - Raum.
- als »spezifische Möglichkeiten des Films« gibt Panofsky »Dynamisierung des Raumes« und die »Verräumlichung der Zeit« an. Raum im Film »bewegt sich, nähert sich, weicht zurück, dreht sich, zerfließt und nimmt wieder Gestalt an ...« Film ist »Kunst im Raum, zeitlich ablaufend ... Film ist ein Raum-Zeit-Konzentrat« (Schmid). Film ist »Architektur in Bewegung« (Faure). »Die (zweidimensionalen) Bilder unserer großen Maler bekommen im Film die Merkmale der Dreidimensionalität« (M. Ponzo). Film »mu-mifiziert« (Bazin) die Zeit, macht sie verfügbar. Hauser macht auf die Affinitäten des Films (mit seinen Zeit-Raum-Verhältnissen) zu den Romanen von Proust und Joyce, zu Bestrebungen in der modernen Malerei und vor allem zur Philosophie Bergsons aufmerksam: »Der Bergsonschen Zeitkonzeption des Films begegnen wir - wenn auch nicht immer so unverkennbar wie hier - in allen Kunstgattungen und Kunstrichtungen der Gegenwart. Die Gleichzeitigkeit der Bewußtseinsinhalte, die »simultanéité des états d'âme«, ist das grundlegende Erlebnis ...« - Durgnat nennt ein »Raum-Zeit-Gefühl«, eine »innere Gegenwart«, was erzeugt wird, wenn Ophüls (Travelling) versucht, Lust und Liebe zur Ewigkeit zu verlängern, etwa beim schier nicht endenden Walzer von Danielle Darrieux und Vittorio de Sica, in »Madame de.. .« (1953). Sie hören nicht auf zu tanzen, wenngleich man auch merkt, daß sie auf immer anderen Bällen tanzen. - Literatur André Bazin: Der Film und der Tod, DOK 50, Sondernummer »Film und Kultur«, Stuttgart 1950 André Bazin: Ontologie de l'image photographique, in Qu'est-ce que le cinema? I, Paris 1958 Arnold Hauser: Im Zeichen des Films, in Sozialgeschichte der Kunst und Literatur, München 1953 Erwin Panofsky: Stil und Stoff im Film, Filmkritik 6/67 Eva M. J. Schmid: Die Kunst im Film, in Weg zum Nachbarn. Ein Bericht, Westdeutsche Kurzfilmtage Oberhausen 1961 |