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Das Voltigieren mit blinden Kindern
war ein Wagnis: Wie werden unsere
verhaltensauffälligen Kinder auf diese
Behinderung reagieren?
Am Anfang gab es schon einige
Proteste:"Was sollen wir denn mit
diesen Scheiß-Behindis", schimpften
viele Schüler unserer Heinrich-Böll-
Schule. Aber nach einigen Tagen und
vielen Kennenlern-Spielen wuchs eine
Vertrautheit, die wir nicht für möglich
gehalten haben.
Jeder Schüler hatte die Verantwortung für eine blinde Schülerin: Er mußte sie
zum Pferd führen, ihr in den Sattel
helfen und alle Aktionen überwachen,
auch die schwierigsten Gleichgewichts-
übungen. Aber auch in allen anderen
Situationen während der Malzeiten,
beim Spiel oder am Abend konnte man
beobachten, wie behutsam und für- sorglich - aber auch ganz normal - alle
mit diesen Behinderungen umgingen.
Selbst die aggressivsten Schüler
wurden nach und nach immer zärtlicher.
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