Luftballons gehen auf die Reise.
Ich werde euch kurz von ihm erzählen:
Er wurde 1917 in Köln geboren und ging- wie alle anderen Kinder auch- zur Schule. Großen Spaß hat die Schule ihm allerdings nicht gemacht, wenn ich das richtig sehe, was er aus seinem Leben erzählt hat. Er soll sogar schon mal an der Schultür vorbeigegangen sein. Seine Mutter muß wohl, weil es nicht ganz so einfach mit ihrem Jungen war, recht oft gesagt haben:
WAS SOLL AUS DIESEM
JUNGEN NUR WERDEN?
Aber trotz allem hat er doch Rechnen und Schreiben gelernt. Und ganz besonders das Schreiben. Er wurde schließlich groß und erwachsen und hat später alles aufgeschrieben, was er erlebt hat, als er klein war, als er ein Kind in einer großen Familie war, als er in Köln herumstromerte wie ihr in Wesseling, Frechen, Hürth, Kerpen oder Erftstadt. Besonders hat er aufgeschrieben, was er als Mensch im Krieg erlebt hat, das ganze Elend des Krieges.
Erzählen konnte er gut. Das haben auch andere Menschen gesehen, die seine Geschichten gerne hörten und lasen. Das mit dem Schreiben ging schließlich so gut, daß irgend jemand seine Geschichten gekauft hat, davon Bücher gemacht hat. Schließlich konnte Heinrich Böll von dem Geld, das er mit dem Schreiben verdiente, als er selber Vater geworden war, seine Familie ernähren.
AUS DEM JUNGEN WAR
DOCH ETWAS GEWORDEN.
Nun ist Heinrich Böll der Namens-
geber unserer Schule, und würde er noch leben, würde er vielleicht gerne einer sein, der zu euch sagt: "Lasst den Kopf nicht hängen. Jeder Mensch ist etwas Besonderes. Macht euch nicht klein. Ihr seid dazu geboren, leuchtend, hinreißend und phantastisch zu sein. Fangt an, das zu suchen."
Er würde auch noch etwas anders sagen:
"Helft euch gegenseitig!"
Denn das Besondere an diesem Menschen Heinrich Böll war nicht nur, dass er gut schreiben konnte, sondern auch und besonders seine Herzenswärme und Hilfsbereit-
schaft. Vielen Menschen, die dort, wo sie lebten, verfolgt und gequält wurden, weil sie anders waren, diesen Menschen hat Böll immer geholfen und ihnen gesagt und gezeigt, dass sie seine Freunde sind.
Frau Böll
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