Salzwiesen des Nordfriesischen Wattenmeeres
PUCCINELLIA 

Andel 
Strandsalzschwaden, Meerstrandschwingel
P. maritima 

Poaceae 

Süßgräser, Rispengras

Ausdauernd, VI - IX

JUNCUS 

Salzbinse 
(Bottenbinse) 
J. gerardii 

Juncaceae 

Binsengewächse 

Ausdauernd, VI - VII

Blühender Spross des Andels 
 

Salzbinse links, rechts wechselständig belätterter Spross des Andels 
 

Salzbinse blühend 
 

Ab 20 cm unter der mittleren Hochwasserlinie folgt der Andel auf die Queller-Zone. Er ist der wichtigste Marschbildner; als Nahrung für die nordischen Gänse hat er eine große Bedeutung, eine ebenso große wirtschaftliche aber für die Schaf- und Rindermast.

Verbissen ist der Andel kaum von der Salzbinse zu unterscheiden, da die Blütenstände der Pflanzen nicht hochkommen können. Während sich Andel hauptsächlich durch oberirdische Ausläufer vermehrt, tragen die Halme der Salzbinse deutlich endständige (!) Blüten und Früchte einzeln an den Verzweigungen des Blütenstandes. In der Mitte des drehrunden Stängel des Blütenhalmes wächst ein weiteres, rinnenförmiges Blatt, alle anderen Blätter sind grundständig und von elliptischem oder halbkreisförmigem Querschnitt. Bei starker Beweidung leidet die Salzbinse jedoch sehr und wird verdrängt.

Andel dagegen ist an dem mehrfach geknickten Spross bis oben hin wechselständig beblättert, die im Querschnitt nahezu kreisförmigen Blätter haben eine deutliche Rinne. In Wirklichkeit ist die Blattspreite nämlich dicht zusammengefaltet. Erst bei älteren Blättern entfaltet sich die Spreite.
5-9 Blüten sind in Ährchen mit einseitswendigen Rispenachsen zusammengefasst. Die Rispenachsen stehen zur Blütezeit sparrig ab, später liegen sie der Hauptachse an.