Salzwiesen des Nordfriesischen Wattenmeeres   
FESTUCA 

Rotschwingel 
F. rubra litoralis

Poaceae, Süßgräser, Rispengras 

Ausdauernd VI - IX

Der Andel-Rasen geht in die Salzbinsenwiese oder in die Rotschwingel-Wiese über. Während Mischbestände von Andel und Rotschwingel dabei häufig sind, findet man Rotschwingel und Salzbinse selten gemeinsam vor.

Durch unterirdische Ausläufer bildet der Rotschwingel auch Horste, die Subspezies litoralis besitzt aber auch häufig oberirdisch kriechende Sprosse. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Andel sind die flachen Halmblätter, 2 - 3 mm breit und heller grün. Der zierlichere Blütenstand wird von knickig aufsteigendem Stängel getragen. Die Rispenäste stehen nur zur Blütezeit deutlich ab. Die noch geschlossene Rispe weist am deutlichsten nach, warum dieses Süßgras seinen Namen trägt.

Festuca rubra ist eine sehr formenreiche Art. GARCKE führt sechs Subspezies auf; auch ssp. litoralis als solche weist in Abhängigkeit von Salz- und Wassergehalt des Bodens wiederum verschiedene Formen auf.
 

 

 

 

Das Bild zeigt die Gräser der Sazwiesen im Juli / August:
1 - 3 Rotschwingel, aufblühende Rispe
4 Salzbinse, fruchtender Spross
5 Andel, verblühter Spross
6 Rotschwingel, kriechender Spross
7 Andel, nicht blühender Spross