Im lagebeständigen Watt bildet das Zwergseegras mit seinen ca. 1 mm schmalen, dunkelgrünen Blättern stellenweise dichte Rasen aus, in 3 - 8 cm Tiefe. Es kann auch 2 - 3 Stunden trocken liegen. Die schmalen Blätter und die bis 8 cm tiefreichenden Wurzeln sorgen dafür, dass Z. noltii der mechanischen Belastung des Wellenschlages und der Gefahr des Austrocknens standhalten kann. In einer Wassertiefe von 40 cm bis 3 m wächst
das Gemeine Seegras. Drei Meter Tiefe unter Mittelniedrigwasser stellt
wegen des Lichtmangels die Wachstumsgrenze dar, die nur bei klarem Wasser
bis 10 m reichen kann. Da Wellen die gelblich grünen Blätter
abreißen, wird die obere Grenze des Z. marina-Rasens durch die
Niedrigwasserstände festgelegt. Die Pflanzen vertragen auch keinen
Frost. Im trockenfallenden Watt wachsen daher in Pfützen nur die
Pflanzen, die im Frühjahr aus Samen neu entstanden sind und meist
einjährig bleiben. Insofern können alle Arten nicht nur unter
der Niedrigwasserlinie, sondern auch auf trockenfallenden Flächen
bis dicht ans Ufer vorkommen (s. Dagebüll-Hafen, nördliches
Sandwatt). Die Blüten des Seegrases sind in Ähren
zweizeilig angeordnet. Ohne Hülle haben sie nur ein Staubblatt
und nur ein Fruchtblatt. Die verzweigten Sprossachsen des Seegrases
wachsen im Boden, nur die Laubblätter kommen einzeln hervor!
Früher wurde das Seegras in großen Mengen
geerntet und als Dünger und als Matratzenfüllstoff verwendet.
Seine natürliche Bedeutung liegt in der Nährstoffversorgung
des Watts, es stellt eine wichtige Äsung für nordische Gänse
dar! EIGNER und Prokosch haben 1983 eine Kartierung der nordfriesischen
Watten vorgenommen (s. Abb. unten). |