
Jean Joseph Etienne Lenoir wurde im
Jahre 1822 geboren. Lenoir stellte 1860 seinen mit Leuchtgas betriebenen Gasmotor der Öffentlichkeit vor.
Seine Maschine war den zeitgenössischen Dampfmotoren sehr ähnlich (z.B.
doppelwirkend) und Ausgangspunkt vieler anderer Erfinder und Ingenieure in ganz Europa.
So baute etwa der Handelsreisende Nikolaus August Otto den Lenoirmotor auf Spiritusbetrieb um und reichte mit seinem Bruder Wilhelm einen Patentantrag
ein. Das Patent wurde allerdings nicht erteilt.
Von mehreren unterschiedlichen Fabrikanten wurde mit Lenoir erstmals ein Motor in Serie gefertigt.
Obwohl er entscheidende Nachteile hatte, wurde er ca. 350 mal gebaut.
Der Gas- und Schmiermittelverbrauch soll sehr hoch und der Lauf sehr rauh
gewesen sein.
Dazu verurteilte die Abhängigkeit von der städtischen Gasleitung den Motor außerdem zum stationären Gebrauch.
Dieser Aspekt war auch der Grund weshalb Otto Spiritus als Betriebsstoff verwenden wollte und er
die Verwendung in Automobilen andeutete.
Im Jahre 1863 baute Lenoir einen seiner Motoren in einen Wagen ein und fuhr damit sogar ins neun Kilometer entfernte Joinville-le-pont und wieder zurück.
Ein Jahr darauf verkaufte er ein Fahrzeug an Zar Alexander II.. Sein eigener Wagen wurde
jedoch im deutsch-französischen Krieg 1870/71 zerstört.
Danach verfolgte Lenoir den Bau selbstbeweglicher Fahrzeuge nicht mehr weiter.Jean Joseph Cugnot starb im Jahre
1900. Im Jahre1933 wurde er von der Französischen Nationalen Kommission des
A.C.F. zum Erfinder des Automobils erklärt.