
Nicolas Joseph Cugnot wurde im Jahre 1725 in Lothringen geboren und zeigte sich
schon im frühen Alter als ein hoffnungsvoller Erfinder. Er machte es sich
zur Aufgabe, die Maße der Dampfmaschine zu reduzieren und ihre Leistung zu erhöhen, um das Ganze in einem Fahrzeug zu verwenden.
Etwa um 1764 gab der französische Kriegsminister de Choiseul Cugnot den Auftrag, ein Transportmittel für die Artillerie zu entwickeln. Er entwickelte den
Dampfwagen als eine Art Selbstfahrlafette und stellte ihn 1769 in Paris vor. Der Wagen
fuhr mit der Geschwindigkeit von 4,5 km/h durch die Gassen von Paris,
jedoch nur 12 Minuten mit einer Kesselfüllung. Dann mußte man wieder den Kessel auffüllen, ein Feuer anfachen und "Dampf" machen.
Am 22. April im Jahre 1770 fuhr Cugnot seinen Wagen im Vierkilometertempo auf der Straße Paris-Vincennes. Der erste "Frontantrieb" war kopflastig,
jedoch schwer lenk- und bremsbar. Die politischen Veränderungen ließen jedoch das Interesse an
Cugnots Wagen erlöschen. Nicolas Joseph Cugnot starb 1804 in Brüssel.