Der Ottomotor

Nicolaus August Otto und Eugen Langen entwickelten von 1867 bis 1876 den so genannten Ottomotor. Der Viertaktgasmotor mit verdichteter Ladung war eine Grundlage für weitere Entwicklungen, die diesen Motor als Vorbild für alle weiteren Verbrennungsmotoren hatten. Anfangs wurde der Ottomotor  mit Hilfe einer Gasflamme als externer Zündquelle betrieben. Diese wurde kurz vor Ende des Kolbenhubes in der Verdichtungsphase in den Zylinder eingeführt und entzündete dort das Luft-Kraftstoff-Gemisch, wobei jedoch nur gasförmige Kraftstoffe verwendet werden konnten. Im Jahre 1884 wurde der Betrieb mit flüssigen Kraftstoffen ermöglicht durch die von Nikolaus Otto erstmals verwendete Zündung über ein elektrisches Zündsystem, wie sie auch heute noch üblich ist. Obwohl die Entwicklung des Ottomotors unabhängig erfolgte, verlor Otto die Patentrechte an diesem neuen Motor wegen eines Hinweises auf den französischen Ingenieur Alphonse Beau de Rochas, welcher bereits 1862 die Funktionsweise eines Viertaktmotors beschrieben hatte, jedoch mit Selbstzündung des Gemisches durch die Verdichtung. Dieser Motor wurde von Rochas allerdings nicht praktisch verwirklicht.

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