Agenda 21

"Agenda21" ist der Titel des Abschlussdokumentes der Konferenz der VereintenNationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED), die  vom 3.- 14.Juni 1992 in Rio de Janeiro stattfand. In dieser Handlungsrichtlinie (=Agenda)werden in 40 Kapiteln die Ziele und Wege formuliert, die die 178 Unterzeichnerstaatenfür den Eintritt in das 21. Jahrhundert vereinbarten. (Download derdeutschen Übersetzung der Agenda 21 als ZIP-Datei(490 kB)

Der Gedanke, der dieser Vereinbarung zugrunde liegt, ist im Absatz 1der Präambel gut formuliert:
"Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte.Wir erleben eine zunehmende Ungleichheit zwischen Völkern und innerhalbvon Völkern, eine immer größere Armut, immer mehr Hunger,Krankheit und Analphabetentum sowie eine fortschreitende Schädigungder Ökosysteme, von denen unser Wohlergehen abhängt. Durch eineVereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkereBeachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse,die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größerenSchutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte,gedeihlichere Zukunft zu gewährleisten. Das vermag keine Nation alleinzu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalenPartnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist."

Dem kommunalen Bereich wurde das Kapitel 28, Initiativender Kommunen zur Unterstützung der Agenda 21 , gewidmet. Hierwurde vereinbart, dass in den Kommunen bis Ende 1996 ein Konsultationsprozessmit den Bürgerinnen und Bürgern eingeleitet wird, durch den festgestelltwerden soll, wie sich die Bevölkerung eine Übertragung der Rio-Beschlüsseauf ihre Kommune vorstellt. In Erftstadt soll dieser Prozess zur Erarbeitungder Lokalen Agenda 21, der in engerem Kreis bereits im Nord-Süd-Forumbegonnen wurde, in einem Workshop am 9.1./10.1.1998auf einer breiteren Basis fortgeführt werden. Diese Veranstaltungfindet in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung,die den organisatorischen Rahmen unterstützt, und dem Erftkreisstatt.

Erftstadt ist bereits 1995 als erste Kommune des Erftkreises dem Klimabündnisder europäischen Städte beigetreten und hat damit Selbstverpflichtungenübernommen, die über die Rio-Beschlüsse hinausgehen, z.B.Reduktion der CO2-Emission bis 2010 um 50%. Am 9.1./10.1.1998 soll unterMitarbeit der Verwaltung, der Politikerinnen und Politiker und besondersaller interessierten Bürgerinnen und Bürger konkretisiert werden,welche Bedeutung für uns das Motto besitzt

GLOBAL DENKEN - IN ERFTSTADTHANDELN