Bisherige Projekte

KISS-Projekt Wasser-Projekt Antrag Windenergie
Energiebeauftragter Lokale Agenda 21



KISS - Kids Sparen Strom
 

Das Nord-Süd-Forum des Rates der Stadt Erftstadt hat in seinerSitzung am 23.1.1997 beschlossen, zur Senkung des Energieverbrauches instädtischen Schulen und Kindergärten zur Vorberatung und Beschlußfassungin den entsprechenden Ratsgremien folgendes Programm anzuregen:

Die Stadt Erftstadt beschließt auf freiwilliger Basis das Energie-Spar-Programmfür Kindergärten und Schulen

KISS - KIDS SPAREN STROM .

Ziel des Programms ist die Einsparung von Heizenergie und Strom durchein geändertes Nutzerverhalten und gering investive Maßnahmen.Inhalte des Programms sind die gezielte Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen,Lehrkräften und Hausmeistern über den sparsamen Umgang mit Energiesowie die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien. Die erreichten Energieeinsparungensind getrennt für jedes Objekt darzustellen und die resultierendenfinanziellen Einsparungen sind nach folgendem Schlüssel zu verteilen:

30 % erhalten die Schulen bzw. Kindergärten zur freien Verfügung
40 % werden für kleininvestive Maßnahmen und zusätzlicheenergetische Sanierung eingesetzt
30 % dienen der allgemeinen Haushaltskonsolidierung

Die Planung und Umsetzung des Projektes orientiert sich an den entsprechendenProjekten in Hannover und Köln.

Begründung:

Die Umsetzung der Ziele des Klimabündnisses und der Beschlüsseder Umweltkonferenz in Rio (Lokale Agenda 21) rückt immer stärkerin den Mittelpunkt der kommunalen Umweltschutzaktivitäten. Dabei werdendie Bildungseinrichtungen (Schulen und Kindergärten) bei der Vermittlungökologischer Grundlagen aber auch bei der Realisierung öffentlichkeitswirksamerEnergiesparmaßnahmen in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen.Nicht nur in Erftstadt haben die Schulen und Kindergärten einen hohenAnteil am Energieverbrauch der öffentlichen Gebäude, und wieErfahrungen verschiedener Städte zeigen, lassen sich allein durchbewußten Umgang mit Energie und Optimierung vorhandener Heiztechniketwa 15 % bis 40 % Energie einsparen. Wesentliche Voraussetzung füreine erfolgreiche Durchführung eines solchen Projektes ist eine aktiveMitgestaltung durch Lehrer, Erzieherinnen, Kinder und Jugendliche, Hausmeister,Schul- und Kindergartenleitungen. Dies erfordert, daß die Lerninhalteauf die konkrete Situation bezogen werden und in den Bereichen Nutzerverhalten/geringinvestive Maßnahmen ausreichend Möglichkeiten zur praktischenUmsetzung von Lösungsvorschlägen geboten werden. Außerdemsoll durch eine qualifizierte umweltpädagogische Begleitung ein nachhaltigerLerneffekt erzielt werden. Über den nachhaltigen Lerneffekt hinauskann die Beschäftigung mit einem solchen Thema auch zu einem verstärktensolidarischen Handeln innerhalb der Einrichtungen führen.
Hiermit übernehmen die Schulen und Kindergärten eine wichtigePilotfunktion, die sich in späteren Jahren auf das Verhalten der Erwachsenenauswirken wird.

Hamburg und Hannover waren Vorreiter in Energieeinsparprogrammen fürSchulen; die Stadt Köln beginnt gerade mit der Umsetzung. Fürden Bereich Kindergärten liegen uns keine vergleichbaren Beispielevor. Das Nord-Süd-Forum erachtet aber das Erlernen des sparsamen Umgangsmit Energie im Bereich der Kindergärten für mindestens ebensowichtig wie im Schulbereich.



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Wassertage

Im Oktober 1995 beleuchteten die Gruppen des Kommunalen Nord-Süd-Forumsdrei Tage lang in insgesamt 12 Aktionen das Thema „Wasser" aus allen erdenklichenBlickwinkeln.
In einer Podiumsdiskussion erörterte man die örtliche Grund-und Trinkwassersituation, die sich im Bereich des südlichen Braunkohlengebietesdurch die vorhandenen Tagebaurestlöcher, ihre Verfüllung mitAbfall sowie durch aus den 50er- und 60er-Jahren stammende Altablagerungenvon Chemiereststoffen und die Verringerung der Sümpfungsmaßnahmen(Einstrom von Grundwasser) ergeben hat.
Ein Volkshochschulvortrag informierte über das Ökosystem„Binnengewässer" und wurde durch eine Fotoausstellung „Libellen anSeen und Teichen der Ville" ergänzt.
In einer geführten Wanderung wurden ein Fließgewässerund die geplanten Maßnahmen zur Wiederherstellung der Aue mit Obstweiden,feuchten Wiesen, Hecken und ufernahen Waldbereichen vorgestellt. Auch dieseVeranstaltung wurde durch eine Ausstellung zum Thema „Gewässerrenaturierung"begleitet.
In zwei Filmbeiträgen wurde Wasser als lebenswichtiges Grundnahrungsmitteldargestellt. Einerseits zeigte man Möglichkeiten auf, wie Wassermangel,der in vielen Teilen der Welt besteht, überwunden werden kann, andererseitswurden Informationen über ein gigantisches Bewässerungsprojektim Nordosten Brasiliens vermittelt, durch das sich multinationale Konzerneohne Rücksicht auf langfristige Folgen für Mensch und Natur schnellenProfit erhoffen.
Fragen und Spiele zum Thema Wasser leiteten von diesen eher wissenvermittelndenVeranstaltungen zum kreativen Teil über, durch Bilder und Geschichtenzum Thema Wasser, die besinnliches Schauen und Hören zuließen,sowie durch aktives Malen und Spielen mit Wasserfarben das Angebot ergänzte.
Der örtliche Buchhandel präsentierte einen Büchertisch,so dass sich die Besucherinnen und Besucher der Aktionstage über dasvielfältige Buchangebot zu diesem Thema informieren konnte.




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Windkraft

Das Nord-Süd-Forum des Rates der Stadt Erftstadt hat in seinerSitzung am 23.1.1997 beschlossen zur Berücksichtigung regenerativerEnergien im Flächennutzungsplan
folgenden Antrag zur Vorberatung und Beschlußfassung in den entsprechendenRatsgremien anzuregen:
 

Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes der Stadt Erftstadtist der Einsatz regenerativer Energien besonders zu berücksichtigen.
Insbesondere Vorranggebiete für Windenergieanlagen sind in geeignetenBereichen auszuweisen. Der Hinweis auf Nutzungsmöglichkeiten andererregenerativer Energien ist zumindest im Textteil zum Flächennutzungsplandarzustellen.

Begründung:

Erklärtes Ziel der Mitgliedschaft im Klimabündnis ist dieVermindung des Kohlendioxidausstoßes im Stadtgebiet Erftstadts. Nebender dringend notwendigen Forcierung von Energieeinsparmaßnahmen undeiner weiteren Optimierung der Energienutzung ist die stärkere Einbindungregenerativer Energieträger in den ‘Energiemix’ hierzu dringend notwendig.
Vier Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 150 kW erzeugen imJahresdurchschnitt ca. 1 Million kWh Strom. Dies entspricht dem Verbrauchvon ca. 300 privaten Haushalten. Die durch den Einsatz einer solchen Anlagejährlich erzielte Schadstoffeinsparung beträgt insgesamt ca.970 t Kohlendioxid, 1.500 kg Schwefeldioxid, ca. 750 kg Stickoxide und220 kg Staub.

Die Änderung des Baugesetzbuches mit der Privilegierung von Windenergieanlagenim Außenbereich ermöglicht eine städteplanerische Einbindungentsprechender Anlagen in den Flächennutzungsplan.
Grundlagen für die Ausweisung entsprechender Flächen liegenmit der Karte ‘Unerschöpfliche Energiequellen in Nordrhein-Westfalen’der Energieagentur, der Windenergiekarte von RWE/Wetterdienst und der KonfliktkarteWindenergie des Erftkreises ausreichend vor.



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Energiebeauftragter

Das Nord-Süd-Forum des Rates der Stadt Erftstadt hat in seinerSitzung am 26.6.1997 beschlossen, zur Umsetzung von dringend erforderlichenEnergiesparmaßnahmen in der Stadt Erftstadt folgenden Antrag zurVorberatung und Beschlußfassung in den entsprechenden Ratsgremienanzuregen:
 

Die Stadt Erftstadt richtet innerhalb der Stadtverwaltung die Stelleeines Energiebeauftragten ein.

Aufgabe des Energiebeauftragten ist:

 Begründung:

Mit dem Umweltgipfel von Rio 1992 wurden die Grundlagendaten fürdie dringend notwendigen Maßnahmen zur Erreichung der Zukunftsfähigkeitder Erde öffentlich gemacht. Hierbei nahm die Klimadiskussion einenweiten Raum ein. Die Notwendigkeit einer beträchtlichen Reduktionder Treibhausgase (insbesondere Kohlendioxid) wurde allgemein anerkannt.In der in Rio verabschiedeten ‘Agenda 21' wurden insbesondere die Aufgabender Kommunen bei Energieeinsparung und Klimaschutz herausgestellt.
Die Stadt Erftstadt hat sich dieser Aufgabe durch die Einrichtung des‘Kommunalen Nord-Süd-Forums’ und dem Beitritt zum ‘Klimabündniseuropäischer Städte’ gestellt.
Das ‘Kommunale Nord-Süd-Forum’ hat in mehreren Anträgen (KISS,Windenergie, Lokale Agenda) Anregungen zu Energieeinsparungen bzw. demverstärkten Einsatz regenerativer Energien gegeben.

Das Energieversorgungskonzept der Stadt Erftstadt (1991) und insbesonderedie ‘gutachterliche Stellungnahme zur Optimierung der Energiewirtschaftin städtischen Gebäuden’ (Anlage 1 zum A 6/0761) haben die Energieeinsparpotentialeim städtischen Gebäudebestand aufgezeigt.

Die schnelle Umsetzung der Einsparvorschläge ist aus Gründendes Klimaschutzes aber auch unter dem Gesichtspunkt der desolaten Haushaltslagedringend erforderlich und ist nur durch die Einrichtung der Stelle einesEnergiebeauftragten sinnvoll durchführbar. Wie insbesondere die obenzitierte ‘gutachterliche Stellungnahme zur Optimierung der Energiewirtschaftin städtischen Gebäuden’ darlegt, reichen die bisher intern inder Verwaltung  vorhandenen Strukturen nicht aus, die möglichenEnergieeinsparpotentiale sinnvoll auszunutzen.

Die Energieagentur NRW geht davon aus, daß sich bereits bei Kommunenunter 10.000 Einwohnern die Einrichtung eines Energiemanagements durchdie hieraus resultierenden Verbrauchseinsparungen rechnet. Nach Aussagender Energieagentur des Landes NRW besteht die Möglichkeit, diese Stellemit einer ABM-Kraft zu besetzen.



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Lokale Agenda 21 - Erftstadt

Das Nord-Süd-Forum des Rates der Stadt Erftstadt hat in seinerSitzung am 22.5.1997 beschlossen, zur Erarbeitung einer ‘Lokalen Agenda21 Erftstadt’ folgenden Antrag zur Vorberatung und Beschlußfassungin den entsprechenden Ratsgremien anzuregen:
 

Die Stadt Erftstadt erarbeitet ein Programm zur Umsetzung der Agenda21 auf lokaler Ebene. An der Erarbeitung sind alle gesellschaftlich relevantenund interessierten Gruppen, Verbände und Institutionen, die im Bereichder Stadt Erftstadt aktiv sind, sowie interessierte Bürgerinnen undBürger zu beteiligen.
Diese ‘Lokale Agenda 21 -Erftstadt-’ bildet die Leitlinie füreine zukunftsfähige Entwicklung der Stadt Erftstadt.
Das ‘Kommunale Nord-Süd-Forum’ wird beauftragt, die Erarbeitungder ‘Lokalen Agenda 21 -Erftstadt' zu koordinieren.

Begründung:
 

Im Jahre 1992 haben 170 Staaten in Rio de Janeiro - u.a. auch die BundesrepublikDeutschland - ein Umwelt-Aktionsprogramm für das 21.Jahrhundert, diesog. Agenda 21, verabschiedet. Dieses Aktionsprogramm, das sowohl fürdie Industrieländer als auch für Entwicklungsländer gilt,enthält Handlungsaufträge für alle gesellschaftlichen Ebenenund Gruppen, um einer weiteren Verschlechterung der Umwelt-Situation aufder Erde entgegenzuwirken. Einige der wirkungsvollsten Handlungsfelderliegen unmittelbar im Einflußbereich der Städte und Gemeinden.

Die Kommunen wurden damals aufgefordert bis Ende 1996 eigene Zielvorstellungenzu entwickeln, da die Agenda 21 mit ihrem globalen Anspruch nur begrenztals Handlungsanleitung für die kommunale Ebene und die Bürgerdienen kann. Aus diesem Grunde müssen für die Umsetzung der globalenHandlungsziele der Agenda 21 kommunale Handlungsmöglichkeiten erarbeitetwerden. Diese ‘Kommunalen Umweltziele’ und die zur Erreichung erforderlichenArbeitsschritte zu definieren und darzustellen ist Ziel der ‘Lokalen Agenda21'.

Eine ‘zukunftsfähige Kommune’ ist nur durch eine gemeinsame Anstrengungaller  gesellschaftlich relevanten und interessierten Gruppen, Verbändeund Institutionen, die im Bereich der Stadt Erftstadt aktiv sind, realisierbar.Aus diesem Grunde ist all diesen Gruppen, Verbänden und Institutionensowie der Bürgerschaft die Möglichkeit einzuräumen, diese‘Lokale Agenda 21 -Erftstadt’ selbst aktiv zu gestalten und sich aktivan ihrer Umsetzung zu beteiligen.

Zu den satzungsmäßigen Aufgaben des ‘Kommunalen-Nord-Süd-Forums’gehört die Erarbeitung von Anregungen und Empfehlungen zur Durchführungkommunaler Maßnahmen im Sinne der ‘Agenda 21' Abs. 28 der Konferenzder Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 inRio de Janeiro (§3(2))sowie die Begleitung der Mitgliedschaft derStadt im ‘Klimabündnis der Europäischen Städte’ (§3(3)).Aus diesem Grunde bietet es sich an, das ‘Kommunale Nord-Süd-Forum’mit der Koordinierungsfunktion für die ‘Lokale Agenda 21' zu betrauen.

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