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Wenn ein Vulkan ihr Anreise bremst.
Zum Wien-Marathon 2010 waren wir schon lange angemeldet. Die Flüge waren gebucht. Hotel war bestellt. Vorbereitung lief. Alles in trockenen Tüchern. Bis zum Donnerstag vor dem Marathon. Flüge wurden storniert wegen des Vulkanausbruchs auf Island. Unser Abflug war für Samstag vorgesehen. Bis dahin wird alles wieder ok sein, dachten wir jedenfalls. Der Freitag kam und immer noch war der Luftraum über Deutschland gesperrt. Mittags telefonierten meine Frau und ich über Alternativen. Dabei fiel uns die Bahn ein. Meine Frau checkte online die Preise. Zwei Fahrten von Köln nach Wien. Montags würden wir dann ja wieder mit dem Flieger zurückkommen. Als wir die Ticketkosten für die einfache Fahrt nach Wien sahen, begann bei uns die Schnappatmung. Wenn der Rückflug Montag auch ausfallen würde, hätten sich die Bahnkosten für uns sogar verdoppelt. Also, entweder bleiben wir hier starten nächste oder übernächste Woche bei einem Alternativmarathon oder wir fahren mit dem Auto. Plan B „Auto“ war gut. Wir machten uns Samstagmorgen auf den Weg. Die Anreise klappte wider Erwarten sehr gut. In Sinnersdorf auf und in Wien von der Autobahn runter. Schnell waren wir im Hotel eingecheckt und ab ging es zur Marathonmesse, Startunterlagen holen. Kurz den Startbereich besichtigt, zurück ins Hotel und anschließend Kohlenhydrate mittels Pizza aufgenommen. Nicht wichtig für den Marathonlauf aber für den Kopf!! Denn Marathon wird auch mit dem Kopf gelaufen. Sonntag 7.00h Frühstück, ab in die U-Bahn und zum Start. Nervosität pur im Startbereich. Zum Glück sind wir gefahren und jetzt hier!!!! Welcher Vulkan will uns aufhalten!!! Wetter ist super, nur der Wind war manchmal etwas heftig. Vor dem Startschuss habe ich (Gertrud) noch gesagt, daß wir lange keinen Marathon mehr zusammen gelaufen sind. Peter hat sich dies sehr zu Herzen genommen (trainiert hatte er sowieso etwas dürftig), also war die Entscheidung mit mir zu laufen, gar nicht schlecht. Der Lauf war sehr schön durch eine wunderbare Stadt. Vorbei an Prater, Schloß Schönbrunn uvm. Der Zieleinlauf durch Heldentor auf dem Heldenplatz war auch Klasse.
Am Montag flog immer noch kein Flugzeug und so war unsere Entscheidung da immer noch gut, mit dem Auto zu fahren. Auch die Rückfahrt gestaltete sich als einwandfrei. Wir sind froh, daß wir uns von dem Vulkan nicht haben aufhalten lassen. Da wir zusammen gelaufen sind, haben wir auch die gleiche Zeit: 3:54:57. Alles in allem total ok.
Gertrud und Peter Czerwinski
erstellt 25.04.2010 |